B1 • Mit blauem Auge davongekommen

(SG) SV Hutthurm  -  JFG Kinsachkickers  1:2

Zum Vorrundenfinale mussten die personell geschwächten Kinsachkickers beim Aufsteiger in Hutthurm antreten. Der Umstand, dass die SG Hutthurm als einzige Mannschaft noch keinen Sieg, dafür aber schon sechs Remis erreicht hatte, ließ auf einen unangenehmen Gegner schließen. Und genauso war es! Auf gut bespielbarem Rasen stand die JFG-B1 einer defensiv ausgerichteten Heimelf gegenüber und tat sich schwerer als vielleicht gedacht. Das ist aber nichts Neues in dieser BOL-Saison: Landshut einmal ausgenommen, sind die Unterschiede zwischen den oberen und unteren Tabellenrängen nicht so groß, als dass man Abstriche in Einstellung/Vorbereitung machen könnte. Die Darbietung der müde wirkenden Gäste konnte jedenfalls keinen erwärmen. Es fehlte an Laufbereitschaft und Tempo im Umschaltspiel. Nennenswerte Torchancen gab es über die gesamte Partie hinweg fast nur bei Standards. Eine Direktabnahme von Lukas Käufl, resultierend aus einem Eckball, parierte der Keeper gerade noch. Thomas Hentschel traf bei einem 25-Meter-Freistoss die Querlatte und später aus einem Steilpass heraus auch nur den Pfosten. Auf Heimseite beschränkte man sich aufs Kontern, was von der JFG-Defensive aber meist im Ansatz unterbunden wurde. Die Pausenpredigt zeigte dann zunächst Wirkung: Drei Minuten waren wieder gespielt und es stand 0:1. Dominik Fischer kam bei einer Ecke am langen Pfosten zum Schuss und donnerte den Ball unter die Latte. Doch im Anschluss fiel man wieder in den vorherigen Trott. Prompt erzielte Hutthurm auch bei einem Eckstoß den verdienten Ausgleich (50.). Danach ein Déjà-vu: Ecke, Kopfball von Käufl, ein im Netzraum stehender Verteidiger schlägt den Ball raus – Tor? Der Schiedsrichter entschied auf „Weiterspielen“! Es wurde nun emotionaler, je eine Zeitstrafe hüben wie drüben beruhigte die Gemüter. Der Kapitän sorgte schließlich für den nicht mehr erwarteten Jubel (76.): Hentschel traf per Flachschuss zum Sieg für das heute enttäuschende JFG-Team.

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